Wie immer steigt im Hochsommer die Zahl der Arbeitslosen in Hessen. Vor allem junge Menschen kommen neu auf den Arbeitsmarkt. Ihre Aussichten sind schlechter als in den Vorjahren.
In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im August weiter gestiegen. Vor allem junge Menschen drängen nach dem Ende ihrer Ausbildung oder ihrer Schule auf den Arbeitsmarkt. Insgesamt waren zum Stichtag am 13. August in dem Bundesland 212.923 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur berichtet. Das sind rund 3.900 mehr als im Juli und sogar 11.340 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote ist in der Monatsfrist um 0,1 Punkte auf 6,0 Prozent gestiegen.
Der übliche Saisoneffekt zum Schul- und Ausbildungsende verschärfe die ohnehin angespannte Situation auf dem hessischen Arbeitsmarkt, sagt Direktionschef Frank Martin. Die von Arbeitgebern gemeldeten offenen Stellen verharrten mit rund 44.000 auf dem Niveau der Vormonate, und bei den Zeitarbeitsfirmen sinke die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse. Das bedeute, dass die Arbeitgeber die Lage weiterhin pessimistisch einschätzten und zurückhaltend bei Einstellungen seien.
Kein Bewerbermarkt mehr bei Ausbildungen
Bei den Ausbildungen ist der bewerberfreundliche Trend der Vorjahre zunächst beendet, denn es gibt in Hessen deutlich mehr junge Leute auf der Suche als unbesetzte Lehrstellen. „Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage bei den Ausbildungsstellen geht immer weiter auseinander“, sagt Martin. Er rät den Suchenden zu mehr räumlicher Flexibilität und einem nicht zu engen Suchprofil beim angestrebten Beruf. Gerade in den kaufmännischen Berufen unterschieden sich die Ausbildungen nur geringfügig, meint der Experte.
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