Die deutschen Olympiasegler sind mit zwei Silbermedaillen in die Saison gestartet. Dabei brilliert eine neue Crew im German Sailing Team beim ersten gemeinsamen Auftritt.
Die deutschen Olympiasegler sind beim Spanien-Klassiker Trofeo Princesa Sofía mit zwei Silbermedaillen in die Saison eingestiegen. Bei der ersten Regatta des fünfteiligen Sailing Grand Slams, zu dem auch die Kieler Woche gehört, segelten Richard Schultheis/Fabian Rieger im 49er und Simon Diesch/Anna Markfort im 470er-Mixed aufs Podium.
Mit herausragender Leistung fielen der erst 19 Jahre alte Schultheis und sein zehn Jahre älterer Berliner Vorschoter Rieger bei ihrer ersten gemeinsamen Regatta auf. Nach nur drei Wochen in einem Boot agierte die Crew laut Dom Tidey, Cheftrainer des Deutschen Segler-Verbands (DSV), „phänomenal“.
Schultheis von Berlin über Malta zum Norddeutschen Regatta Verein
Schultheis wurde in Berlin geboren, wuchs aber auf Malta auf, für das er bislang bei internationalen Wettbewerben gestartet war. Der Jugendweltmeister von 2024 gilt als Ausnahmetalent, bestreitet seine erste Olympiakampagne nun unter deutscher Flagge und ist seit Jahresbeginn Mitglied im Norddeutschen Regatta Verein in Hamburg.
„Das ultimative Ziel ist es, bei den Olympischen Spielen zu starten und um eine Medaille zu kämpfen“, sagte der von Dom Tidey als „hochkonzentriert und leistungsstark“ beschriebene Schultheis.
In Nationenwertung auf Platz sieben
Die zweite Silbermedaille holte das erfahrene Mixed-Duo Diesch/Markfort. In der von Großbritannien gewonnenen Nationenwertung erreichten die deutschen Olympiasegler unter 55 Ländern Platz sieben.
Zwei deutschen Leistungsträgern wurde der Saisoneinstieg durch Lebensmittelvergiftungen teilweise oder ganz verdorben. Der Oldenburger Olympia-Fünfte Jannis Maus musste den Kite-Wettbewerb aufgeben. Die Olympia-Sechste Theresa Steinlein vom Wörthsee musste bei den iQFOiL-Windsurferinnen einen schwachen Tag wegstecken, bevor sie sich noch bis auf Platz fünf vorkämpfte.