Es ist eine perfide Methode: Weil angeblich Wasserleitungen überprüft werden müssen, erschleichen sich Trickbetrüger den Zugang zu Häusern. Oft fehlt danach etwas.

Sie klingeln und geben sich als angebliche Mitarbeiter des Wasserwerks aus: In Rheinland-Pfalz berichtet die Polizei von gleich zwei Fällen, in denen Kriminelle mit dieser Masche vorgegangen sind. In einem Fall im Kreis Alzey-Worms schubsten sie am Mittwoch sogar eine 70-Jährige zu Boden, als sie den Diebstahl von mehreren hundert Euro aus ihrem Geldbeutel bemerkte. Zuvor hatte einer der Täter geklingelt und behauptet, er müsse den Wasserdruck überprüfen. Ein zweiter Täter drang dann wohl unbemerkt ins Haus ein und stahl das Bargeld. Die beiden Kriminellen entkamen unerkannt, die Frau wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Auch in Andernach gab sich ein Unbekannter am Donnerstag als Mitarbeiter des Wasserwerks aus und erklärte dem Hausbesitzer, er müsse einen Rohrbruch überprüfen. Durch die offenstehende Haustüre drangen dann mutmaßlich zwei weitere Personen ein und suchten die Wohnung nach Wertgegenständen ab. Es blieb aber beim versuchten Trickdiebstahl.