Seit Wochen schon wird an dem ausrangierten Linienbus gewerkelt. Bald soll dort vor allem getanzt werden. Dafür steht er nicht fest an nur einem Ort, sondern kommt zu den Jugendlichen.
Wismar bekommt einen mobilen Disco-Bus. Schon in wenigen Wochen soll der ausrangierte und umgebaute Linienbus einsatzbereit sein, wie das Sozialministerium mitteilte. Das Land unterstützt das Projekt des Vereins Mobiler Jugendklub Moyo mit 49.700 Euro. Das Geld kommt aus dem Fördertopf des Bürgerfonds. Einen entsprechenden Förderbescheid hat Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese am Montag in Wismar überreicht.
Drese lobt mobiles Konzept
„Das ist aufsuchende Jugendarbeit 4.0 – nach dem Motto „komme ich nicht zur Disco, kommt die Disco zu mir““, sagte Drese laut Mitteilung. In einem Flächenland seien oft die Jüngsten von längeren Distanzen ganz besonders betroffen. „Ohne Führerschein, ohne Auto oder ohne öffentliche Verkehrsmittel mit Spätfahrplan kann es da schon mal schwierig werden, einen unbeschwerten Abend mit Freunden zu verbringen.“ Das lebensnahe, mobile Konzept für Jugendliche biete da einen ganz praktischen und niedrigschwelligen Ansatz, junge Leute zu erreichen.
Der Disco-Bus wird seit Monaten vor allem vom Moyo-Gründer Peter Holdt umgebaut. DJ-Stand, Licht- und Musikanlage und eine etwa fünf mal zweieinhalb Meter große Tanzfläche wird der Bus am Ende bieten. Er soll künftig zu den Jugendlichen fahren und zum Beispiel am Hafen, am Bürgerpark oder in den umliegenden Dörfern Station machen. Dem Ministerium zufolge soll es schon Frühsommer losgehen.
Preisgekröntes Projekt
Das mobile Konzept für Jugendliche des Wismarer Vereins habe auch beim Wettbewerb „machen!2023“ gewonnen und sich dabei gegen insgesamt 850 eingereichte Projektideen von Mitbewerbern durchgesetzt, sagte ein Ministeriumssprecher weiter. So habe der mobile Disco-Bus in der Kategorie „Junge Generation“ 5.000 Euro gewonnen.