Einmal im Jahr ziehen Innenministerium und Polizei gemeinsam Bilanz, wenn sie die Kriminalitätsstatistik vorstellen. Im Saarland gab es 2024 eine erfreuliche Entwicklung.
Im Saarland ist die Zahl der registrierten Straftaten im vergangenen Jahr um 9,1 Prozent auf 65.607 Fälle gesunken. Das entspricht 6.548 weniger Delikten als 2023. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Innenminister Reinhold Jost (SPD) und die stellvertretende Landespolizeipräsidentin Natalie Grandjean im Polizeizentrum in Kirkel vorstellten.
Jost wertete die Entwicklung als deutlichen Beleg für die Wirksamkeit konsequenter Sicherheits- und Präventionspolitik: „Die Zahlen zeigen: Unser Kurs stimmt. Wir setzen auf Präsenz, Prävention und entschlossenes Handeln – und das zahlt sich offensichtlich aus.“
Auch bei schweren Straftaten verzeichnet die Statistik deutliche Rückgänge. So nahmen Gewaltkriminalität um 4,1 Prozent, Straftaten gegen das Leben um 4,9 Prozent und Sexualdelikte sogar um 13,6 Prozent ab. Auch die Effizienz der Strafverfolgung sei weiter verbessert worden: Mit 61,2 Prozent (plus 0,8 Punkte) liege die Aufklärungsquote auf Rekordniveau.
Als besorgniserregend schätzt das Innenministerium die Zunahme bei der politisch motivierten Kriminalität (PMK) ein: Sie stieg um 40 Prozent auf 987 Fälle an. Vor allem bei der „PMK rechts“ sei wegen der Entwicklung in Nahost ein deutlicher Zuwachs um 548 antisemitische und propagandistische Delikte zu beobachten gewesen.
Ministerium für Inneres, Bauen und Sport des Saarlandes